Endless – die neue Choreographie von Nanine Linning im Theater Heidelberg

Nanine Linning Vorabfoto Endless © Florian MerdesNanine Linning, in zweiter Spielzeit Tanzchefin am Theater und Orchester Heidelberg und bereits zweimal in Folge für den renommierten Theaterpreis FAUST nominiert, scheut sich nicht, in ihren abendfüllenden Produktionen existentielle Themen des menschlichen Lebens anzugehen.Im Vergleich zu den vorhergehenden Produktionen Zero und Voice Over wird die Neukreation thematisch gesehen wesentlich privater werden. Endless beschließt diese Trilogie zur „condition humaine“, zur Seinsweise des heutigen Menschen und führt vom Makro- hinein in den menschlichen Mikrokosmos.

Zoom in! Menschen unter sich, einander nah und doch so fern, sie umkreisen sich im Spiel von Nähe und Distanz. Zoom in! Körper verschmelzen und lösen sich im sehnenden Verlangen nach Einheit und Harmonie. Zoom in! Anfang vom Ende: Als kleiner Riss beginnt, was auseinander reißt – und wieder kommt die Angst zurück gänzlich allein zu bleiben. Nach ZERO und Voice Over rundet die Künstlerische Leiterin der Heidelberger Dance Company mit ihrer neuesten Produktion ENDLESS ihre expressive wie engagierte Trilogie um heutige menschliche Seinswelten ab. Auf die Endlichkeit des Menschen inmitten eines unfassbaren, elementaren Kräftespiels, auf die Auseinandersetzung mit dem sich selbst vergiftenden System »Gesellschaft« folgt die tänzerische Spurensuche an den Ursprung allen Erlebens, in das psychische Zentrum des Mikrokosmos »Mensch«. Unter anderem zur ergreifenden »Sinfonie der Klagelieder« des polnischen Komponisten Henryk Mikołay Górecki, in den visionären Kostümen der international renommierten Haute-Couture-Designerin Iris van Herpen, entführen die Tänzerinnen und Tänzer in eine Welt, die so vertraut scheint und doch so fremd bleibt: Geliebter Feind, gehasster Freund und die unergründliche Tiefe des eigenen Selbst…

Choreografie Nanine Linning; Musik Henryk Mikołay Górecki Sinfonie Nr. 3 und andere

Weitere Vorstellungen 13., 17., 19. und 29. Dezember, 19.30 im Theater Heidelberg, www.theaterheidelberg.de

 

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