Bis 5.10.2013 im Weißen Turm Darmstadt Ausstellung “NOURKIL”

ROCHES – Zu den Fels-Fotografien

Zu keinem anderen Ort hat Michel Nourkil  eine so enge Bindung wie an die größte bretonische Insel „Belle Ile“ in der Nähe von Quiberon. Hier hat er fast dreißig Jahre gelebt und hier sind auch seine Fels-Fotografien entstanden. Allesamt an einem kleinen Stück Strand, der wohl einzigartig ist, was die unterschiedlichen Fels-und Steinformationen innerhalb eines kurzen Stücks angeht. Er hält die Kamera auf diese Wunderwelt der Natur und komponiert das gefundene Motiv wie ein Maler. Nichts deutet auf die Anwesenheit von Menschen hin, Kein Symbol der heutigen Zeit verunziert das Motiv, zeitlos kann die Natur ihre volle Wirkung entfalten. Schon als Michel Nourkil in New York mit dem Fotografieren begann, hat er die Krönung der Schöpfung nicht im Visier gehabt: Er ist extra morgens um 4 Uhr aufgestanden um die menschenleeren, dampfenden Straßen in Manhatten festzuhalten, oder hat in der Wüste des Monument Valley im Westen Amerikas, fotografiert. Zwar fehlt der Mensch, doch sind diese Bilder erstaunlich lebendig und dynamisch,

Michel Nourkil ist nicht nur Fotokünstler und Maler, sondern war lange Jahre auch Tänzer. Und mein Eindruck ist, dass er nur vordergründig mit dem Tanzen aufgehört hat – seine ganze tänzerische Geste findet sich nun in seinen Arbeiten transformiert. Er hat in der Kompagnie von Martha Graham getanzt und später in Paris das Centre Choreographique de Danse gegründet, das offen war für Bildhauer, Maler und Choreographen. Für Karin Wener, einer Schülerin von Mary Wigman hat er Bühnenbilder gestaltet.

COEUR D´ARBRES  - Zu den Fotografien der Baumstämme

Nourkil ist fasziniert von der sich zersetzenden Natur:  „Alles was ich fotografiere, löst sich auf“. Hier sind es gefällte Baumstämme, die er im Wald um Gundernhausen entdeckt hat. Er ist kein harmloser Naturfotograf, der die liebliche Natur fotografiert, die man sich beruhigt über das Sofa hängen kann. Ihn interessieren die Kräfte die wirken, die Bewegung aber auch der Bruch, das Brutale, wie es an den Spuren der Säge zu sehen ist. Es bleibt aber nicht bei der Liebe zum Verfall, sondern im Herz der vermodernden Baumstämme ist reges Leben….

© Julia Reichelt

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