Let’s beat – Die neue Tanzabendtrilogie im Nationaltheater Mannheim

 

Schön, dass es NICHTS gibt: Das 2008 für das Nederlands Dans Theater II geschaffene Ballett von Marco Goecke ist Teil der neuen Tanztriloge „Let’s beat“ in Mannheim. Mit seiner so minimalistischen wie assoziationsreichen Choreographie ist es ist der Höhepunkt des Abends. Schnell und eigen, bis ins kleinste Detail geht Goeckes Bewegungssprache, die die Tänzerinnen und Tänzern glänzen lässt. Entrückt und hoch ästhetisch. Wie zur Musik von Jimi Hendrix und Keith Jarrett Goecke einerseits die fallenden, raschelnden Blätter des kalten holländischen Herbstes in eine irrwitzig ästhetische Bewegungssprache einfängt, die zu unzähligen kleinen Miniaturgeschichten und Begegnungen erzählt – das sucht seinesgleichen. Und ergänzt das charakteristische Tanz-Universum von Stephan Thoss auf ideale Weise. Der wiederum zeigt mit “La chambre noire” seinen 2011 uraufgeführten ebenfalls starken Ausflug in die geliebten Gefilde der wesentlichen menschlichen Triebkräfte: Eros und Thanatos. Und beweist erneut seine choreographischen Stärken: die Tänzerinnen und Tänzer seiner Compagnie glänzen zu lassen mit feinfühligen, virtuosen und stimmungsmässig sehr unterschiedlichen Duos und Trios. Giuseppe Spotas “Petruschka” hat mehr das Ensemble im Blick und ist die einzige Neuschöpfung des Abends. Zur Musik von Igor Strawinski hat Spota die Barockmusik Claudio Monteverdis kombiniert, die Tänzerinnen und Tänzer treten marionettenhaft als Crashtestdummies auf.

 

Weitere Vorstellungen:

Do, 18.01.2018, 19.30 – 22.00 Uhr, Schauspielhaus
Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Unteren Foyer
So, 18.02.2018, 19.00 – 21.30 Uhr, Schauspielhaus
Kurzeinführung um 18.30 Uhr im Unteren Foyer
Do, 22.02.2018, 19.30 – 22.00 Uhr, Schauspielhaus
Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Unteren Foyer

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