Bis 23.10.2016: Anatomie einer Sammlung, Palais Galliera Paris

Ausstellungsansicht, Collection Palais Galliera - © Eric Poitevin/ADAGP, Paris 2016

“Die Photographie von jemandem, ein Kleidungsstück oder ein toter Körper sind fast gleichwertig: es gab jemanden, es hat jemanden gegeben, aber jetzt ist es vorbei.” Christian Boltanski. Was bleibt von einem Menschen, auch in seiner Kleidung, dem spürt die aktuelle Ausstellung im Musée Galliera nach. “Anatomie d’une  collection” zu sehen noch bis zum 23.10.2016. Wie sehr Kleidung mit einer Person verknüpft sein kann, wie sie, noch nach Jahrhunderten etwas von ihr beibehält, veranschaulicht die aktuelle Ausstellung im Musée Galliera, Paris. Damit geht sie viel weiter als herkömmliche Ausstellungen über Mode hinaus, die das Spektrum eines Modeschöpfers zeigen können, wie in der Ausstellung über Jean Paul Gautier im letzten Jahr im Grand Palais, oder wie es zeitgleich gerade in der “Fashion Forward” Schau im Musée des Arts Décoratifs der Fall ist.

Das einfache Korsett einer Marie Antoinette, das Matrosenkostüme ihres Sohnes, des Thronfolgers, der jahrelang gefangen gehalten wurde, versetzen in die Zeit der französischen Revolution zurück. Die elegante Seidenrobe von George Sand, die entgegen der verbreiteten Meinung keineswegs in Hose und mit Zigarre auftrat oder der berühmte “Schuh-Hut” von Elsa Schiaparelli, der erstmals von der Muse Dalís, Gala, getragen wurde.

Anatomie d’une collection (14 mai – 23 octobre 2016) und Anatomie d’une collection – 2e partie (3 novembre 2016 – 12 février 2017),  ist eine Auswahl an Kleidungsstücken, die nicht nur die Mode ihrer Zeit reflektiert, sondern darüber hinaus viel von demjenigen mitschwingen lässt, der sie getragen hat. Nicht verpassen!-

© Julia Reichelt

Der berühmte Schuh-Hut von Elas Schiaparelli, Collection Palais Galliera - © Eric Poitevin/ADAGP, Paris 2016

 

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