Jacobo Godanis “The Primate Trilogy” im Bockenheimer Depot Frankfurt

Dancers Dresden Frankfurt Dance Company, Photos and Copyright Dominik MentzosPhoto and Copyright Dominik Mentzos

Die Forsythe-Company gibt es nicht mehr, seit dieser Spielzeit und bis 2018 leitet Jacopo Godani das Ensemble, dass nun „Dresden Frankfurt Dance Company“ heisst, weil es wie gehabt zwischen Bockenheimer Depot und Hellerau pendelt. Mit „The primate Trilogy“ stellte er sich dem Publikum vor, während William Forsythe seine nächste Premiere an der Pariser Opera bei Benjamin Millepied vorbereitet.Zur klirrenden Musik seines Hauskomponisten 48nord bewegen sich die 16 Tänzer seines neuen Ensembles. Wie Automaten oder Reptilien, in Gruppen oder vereinzelt, halten sie immer wieder an und bilden filmstills um dann umso hektischer weiter zu tanzen. Das Licht geht an und aus, Schwarz und Weiss sind die einzigen Zugaben in diesem seelenlosen Bewegungskabinett. Ohne erkennbare Unterschiede wird die „Primaten-Trilogie“ erzählt, eineinviertel Stunde ohne Pause und ohne Spannungsbogen.

Wogende Kollektivbewegungen und gefühllose Duos, wie er sie auch in „Raw Models“ für das Staatstheater in Mainz choreographierte. Das Spiel mit dem An- und Ausschalten des Lichts ergibt jedesmal ein neues Bild aus Tänzerformationen oder lenkt den Spot auf einen einzigen Tänzer.

Der 48jährige Godani war neun Jahre lang Solist bei Forsythe, bevor er seinen eigenen choreografischen Weg geht. Die Liste seiner Wirkungsstätten ist lang, hoch war dementsprechend die Erwartung. Absolute Klarheit will die komplexe Choreografie vermitteln, wie es im Programmheft heisst, die Bühne soll zum Synonym der unendlichen Möglichkeiten werden. Aber auf der Bühne wird weder eine Geschichte erzählt, noch ein Gefühl vermittelt, obwohl die Tänzerinnen und Tänzer alles geben. Auch wenn die Musik noch so dramatisch hämmert, auf der Bühne ist es die gleiche Eintönigkeit.                  Copyright Julia Reichelt

 

The Primate Trilogy

Choreografie, Licht, Bühne, Kostümdesign von Jacopo Godani
Musik von 48nord

1. – 4. / 7. – 11. Oktober, 20 Uhr, Bockenheimer Depot, Frankfurt am Main

22. – 25. / 28. – 31. Oktober / 1. November, 20 Uhr, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

 

 

 

Photos and Copyright
Dominik Mentzos

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