Baby Body – das Motiv Säugling in der zeitgenössischen Kunst

Andrea Bender, Pickelgeburt, Öl auf Nessel, 2007

Wer einmal selbst ein Baby hatte, weiß spätestens, dass es sich dabei nicht nur um zuckersüße Wesen handelt. Um eine vielschichtige und durchaus sehr ironische Wahrnehmungsweise von Säuglingen geht es auch in der aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle, die noch bis zum 24. Juni am Steubenplatz zu sehen ist. Alle der circa 20 beteiligten KünstlerInnnen durchbrechen die gewohnte, klischetisierte Wahrnehmung eines “Babys”.So zum Beispiel die Kölner Künstlerin Andrea Bender, die in ihrem Bild “Pickelgeburt” einen bösärtig blickenden Säugling als gerade entstandenen Pickel darstellt. Oder Marianna Gartner mit “Diablo Baby III”: ein knuddeliges Baby übersät sie mit satanischen Tätowierungen, aus dem Schädel wachsen Bockshörner. Das Baby als Symbol für Glück, Zukunft, Leben, als etwas Schützenswertes wird zum Zeichen des Bösen. Judith Samen inszeniert in ihren Fotografien absurde, komische Korrespondenzen. Eva Schwab arbeitet mit eigenen (Kindheits-) Fotografien, nach denen sie malt.

Julia Reichelt, für das Mathilde Frauenmagazin, Mai 2007

Beteiligte Künstler sind u.a.: Andrea Bender, Manfred Erjautz, Frank Jakob Esser, Marianna Gartner, Uwe Gräbner, Markus Krön, Martín y Sicilia, Werner Neuwirth, Ulrike Rosenbach, Judith Samen, Eva Schwab , Max Streicher , Wal

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, nachzuschauen unter www.kunsthalle-darmstadt.de

Baby Body -Das Motiv Säugling in der zeitgenössischen Kunst

24. April – 24. Juni 2007 in der Kunsthalle Darmstadt

Marianna Gartner, Diablo Baby III, 2006, Öl auf Leinwand, klein.jpg Judith Samen, o.T. (Brotschneiden),1997, C-Print auf Kappa, Ed. 3

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