Am 28.2. 21 Uhr: Herr Fuchs im Künstlerkeller

Bandfoto

Noch feilen sie am Mix der letzten Songs, damit am 28. Februar im Künstlerkeller alles perfekt ist, wenn die Darmstädter Band ihr Debütalbum präsentiert. Gut tanzbare Rockmusik die einheizt mit vielen Facetten, das ist „Herr Fuchs“.

Clever wie der fantastische Mr. Fox in Roald Dahls Roman sind sie, die vier Musiker der Rockband „Herr Fuchs“. Auch wenn eigentlich ein ganz Anderer Pate gestanden hat: Herr Fuchs war der Betreiber eines Schnellrestaurants in Babenhausen, wo sie proben und ihr Tonstudio haben. Ein exzentrisches Original, den jeder kannte, gerade passend, um der Band den Namen zu geben.

Denn auf einen einfachen Nenner bringen lässt sich nicht, was Christof Hardt (Gesang, Gitarre), Axel Heintzenberg (Bass), Matze Trinkaus (Gitarre) und Lars Richter (Schlagzeug) gemeinsam spielen. Auch wenn Rock natürlich das große Oberthema ist und der gemeinsame Nenner, weil Rockmusik so viel Energie freisetzt und sie einfach das spielen wollen, was ihnen Spaß macht. Vor vier Jahren haben sie als Band zusammengefunden, genau ein Jahr lang haben sie an ihrem ersten Album gefeilt. Axel Heintzenberg und Christof Hardt kennen sich schon lange, haben schon zu Schulzeiten gemeinsam Musik gemacht. Christof Hardt ist die treibende Kraft der Band, schreibt alle Texte selbst, baut, was beim wöchentlichen jammen entstehen, zu Songs aus. Gecovered wird nichts, alle Lieder sind Eigenkompositionen. Musikalisch kommt er eher von der Elektromusik her, hat aber zurück aus dem Graphikdesign-Studium in England wieder Lust gehabt, mit richtigen Menschen, statt allein mit dem Syntheziser Musik zu machen. Trotzdem gibt es hier und da Elektroklänge in den Songs. Das gehört zur Vielfalt, die hier und da nach neuer deutscher Welle klingt. Denn gesungen wird auf deutsch, Discosound wechselt mit rauhem Rock und ruhigen melodischen Momenten. Das ist das Originelle an „Herrn Fuchs“. Live konnte man die Band unter anderem beim Schloßgrabenfest 2012 und im „Frankfurter Nachtleben“ hören. Den spannendsten Auftritt hatte sie bislang aber beim „Globetrottertreffen“ letztes Jahr in Österreich. Ein kleines Festival, wo sich vor allem Aussteiger treffen und wo schließlich zu ihrem Sound wild im Matsch getanzt wurde.

Von Ballade bis Discobeat ist viel dabei, in den insgesamt elf Liedern der ersten CD. „Richterskala“ zum Beispiel fängt ganz ruhig an und erwies sich für die Band als vertracktester Song, weil er die meisten Stile vereint. Mit fünf Minuten ist es noch dazu der längste Song. Die Ballade „Begegnungen“ entstand bei Lars Trinkaus am Klavier, sie hat den tiefgründigsten Text und regt zum Nachdenken an: es geht um die Trennung eines Paares aufgrund eingeschlafener Gefühle. Sonst sind es allesamt eher positive Texte „“Stadtgespräch“ erzählt von zwei Jungs, die sich auf der Straße treffen und die vorübergehenden Mädchen kommentieren, Smalltalk halten. Dank der wandelbaren Stimme von Christoph Nicht nur die Songs, sondern das komplette visuelle Erscheinungsbild und Fanartikel der Band hat er bereits entworfen, angefangen von dem CD-Cover, über Stickern, T-Shirts, Aufklebern und Eintrittskarten.Auch der Fuchs kommt in einem Lied vor, aber, wie singt Christof Hardt so schön:„Fuchs kann man nicht werden, Fuchs muss man sein“.

CD-Release Konzert im Künstlerkeller am 28.2.2015, 21 Uhr, Den Support macht an diesem Abend die Band „kühl und sauer“.

Copyright Julia Reichelt, für das Darmstädter Echo am 21.2.2015

 

 

 

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